Qualität in der Altenpflege

Sehr geehrte Gäste !


Bevor ich auf die Inhalte meiner Internetpräsentation eingehe, möchte ich mich kurz vorstellen.
Ich bin 45 Jahre und habe 1984 meine Ausbildung zum Krankenpfleger abgeschlossen. Nach der Erkenntnis, in einem Altenheim mehr pflegen zu können als in einem Krankenhaus, bin ich seit 1994, zunächst als Wohnbereichsleitung später als Pflegedienstleitung, in einem Altenheim tätig.

2001 folgte der erfolgreiche Abschluß der Weiterbildung zur PML.

2004 folgte die Weiterbildung zum Qualitätsbeauftragten.



Die Pflege steht heute vor neuen Herausforderungen

"In unserer heutigen Gesellschaft bedeutet gute Pflege mehr als einen Pflegebedürftigen zu waschen oder einen Verband zu wechseln"

Begriffe wie "Qualität" und "Qualitätssicherung" sind seit der Einführung der Pflegeversicherung ( Anfang 1995 ) verstärkt in das Bewußtsein der Öffentlichkeit gerückt.
Fast 60 Millionen Menschen zahlen heute Beiträge zur sozialen Pflegeversicherung.
Im Falle der Pflegebedürftigkeit erheben diese Beitragzahler Ansprüche aus eigenem Recht. Rund 1,86 Mio. Pflegebedürftige ( ca. 1,31 Mio. ambulant und ca. 0,55 Mio. stationär ) erhalten jeden Monat Geld- oder Sachleistungen der Pflegeversicherung.
Gerade im stationären Bereich wird, durch ein neues Bewußtsein der Betroffenen, von pflegebedürftigen Heimbewohnern, welche sich nicht ordentlich versorgt fühlen, oder auch von ihren Angehörigen die Frage aufgeworfen, wieso Defizite in der Versorgung herrschen, obwohl beitragsfinanzierte Leistungen gewährt werden, die durch erhebliche Eigenanteile zu ergänzen sind.
Die Ursachen der pflegerischen Defizite sind dabei so umfangreich und vielfältig wie das Leistungsniveau der Einrichtungen selbst.
Die Medien haben in den Einrichtungen der stationären Altenpflege Missstände aufgezeigt, die unmenschlich sind und mit aller Härte beseitigt werden müssen.
Dies rechtfertigt jedoch nicht, den ganzen Berufszweig der Pflege in Misskredit zu bringen, denn trotz der in vielen Berichten aufgezeigten Mängel leistet ein großer Teil der Pflegekräfte in den Pflegeeinrichtungen und in den ambulanten Pflegediensten, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, gute Arbeit.


Pflegequalität muss von innen heraus entwickelt werden

Anfang November 2000 verabschiedete die Bundesregierung zwei Gesetzentwürfe, welche die Situation in der Pflege verbessern sollen : "Pflegequalitätssicherungsgesetz und Heimbewohnerschutzgesetz".
Hier kann die Verantwortung nicht allein den Heimaufsichtsbehörden oder dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen überlassen werden.
Pflegequalität muss von innen heraus - aus der Eigenverantwortung der Einrichtungsträger und aus der Mitverantwortung der Leistungsträger entwickelt werden. Struktur - und Prozeßstandards müssen entwickelt werden, die realistisch und umsetzbar sind.
Es müssen neue Ziele definiert, Lösungen und Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet und umgesetzt werden.
Verbesserungen im Gesundheitsbereich bedeutet, dass Leistungen und Verbesserungen immer darauf ausgerichtet sind, daß die Pflegebedürftigen etwas von dieser Verbesserung spüren.

Mit einer Internetpräsentation versuche ich die Altenpflegekräfte anzusprechen, welche die derzeitige Situation der Altenpflege erkannt haben und um eine Verbesserung der Qualität in der Altenpflege bemüht sind.
Denn an uns muß es nun liegen unsere Probleme selbst zu erkennen, die derzeitigen Zustände nicht einfach zu tolerieren, sondern gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Was zunächst als kleine Internetpräsenz mit wöchentlich 7 Besuchern begann, entwickelte sich innerhalb von 2 Jahren zu einer der größten privaten Pflege-Websites mit täglich mehr als 100 Zugriffen.
Während dieser 2 Jahre wurden die Themengebiete erweitert ohne die Grundstrukturen der Seiten zu verändern, um dem regelmäßigen Besucher eine bessere Orientierung zu gewährleisten.
Der Einsatz von EDV und Internet bieteen sich an um ein breites Publikum anzusprechen. Es besteht die Möglichkeit ohne viel Aufwand Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam nach Lösungswegen zu suchen, denn mit dem Erkennen der Kernprobleme in der eigenen Arbeit ist ein erster wichtiger Schritt getan, jedoch kann und darf dies nicht der letzte Schritt sein.

Themenschwerpunkte meiner Internetpräsentation erklären:

- die Bedeutung von Qualitätsmanagement für den sozialen Bereich
- die Neudefinierung des Begriffes Pflegequalität
- Maßnahmen einer kontinuierlichen Qualitätsverbesserung im Rahmen der
  Prozessqualität, Pflegeplanung, Pflegestandards, Pflegedokumentation

Weiter werden Kernprobleme aufgelistet und Lösungsvorschläge angeboten.
Es geht hierbei nicht um individuelle Lösungsvorschläge, jedoch sehe ich hier ein Angebot der Hilfe und Unterstützung.
Die Lösungsvorschläge sollen auch nicht nur durch mich erfolgen, sondern auf der Grundlage eines flächenübergreifenden Netzwerks, durch die zahlreichen engagierten Mitarbeiter der Altenpflege.
Jeder kann durch sein Hilfeangebot einen wichtigen Beitrag bei der Qualitätsentwicklung in der Altenpflege leisten.

Viele Altenpflegekräfte haben die Problematik erkannt und sind um eine Verbesserung der Situation bemüht, aber nur gemeinsam können wir Veränderungen bewegen.


Visionen

"Es ist besser ein kleines Licht anzuzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen !"
-Laotse-

Mit meiner Internetpräsentation möchte ich meinen persönlichen Beitrag zur Qualitätsentwicklung und somit einer positiven Gestaltung der Altenpflege leisten.
Denn eines sollte uns allen in der Pflege Beschäftigten wichtig sein :

"Die Verbesserung der Qualität in der Altenpflege"

Neu seit Mai 2002 sind Aktionswochen - diese soll es zukünftig regelmäßig geben. Während dieser Aktionen wird es einen Lösunsansatz zu einem Kernproblem der Pflege geben.
Ein Zugriff auf andere Seiten meiner Präsentation ist in diesem Zeitraum nicht möglich.
Weiterhin ist der „Standard des Monats” geplant.
In Zusammenarbeit mit Frau A.von Stösser werden vernachlässigte Standards wie Umgang mit Angehörigen, Teambesprechung etc. beschrieben.
....................

( An dieser Stelle mein Dank an den DNA für den mir zur Verfügung gestellten Webspace ! )

Abschließend der Hinweis:

mit freundlichen Grüßen

» Steffen Rossa «



www.vision-altenpflege.de

© 1999-2010 by Steffen Rossa