Qualität in der Altenpflege

Pflegeleidbild
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An alle Pflegenden in Deutschland

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
kennen Sie das Gefühl ausgebrannt zu sein?
Die Pflege ist durch eine hohe Berufsflucht und Krankheitsrate gekennzeichnet, weil die Personalsituation es nicht zulässt, dass Sie Ihrer Verantwortung und den Bedürfnissen der Klienten gerecht werden!
Kann unsere alternde Gesellschaft es sich noch leisten, dieses Problem zu ignorieren??
Wir sind der Meinung, dass dieses Problem nicht allein in unserer Verantwortung liegt, sondern in der gesellschaftspolitischen Verantwortung, der mit dem Pflegeversicherungsgesetz nicht ausreichend Rechnung getragen wird!
In der Schizophrenie des Pflegeversicherungsgesetzes (was gefordert und was gezahlt wird!! = Pflege wird auf die Befriedigung somatischer Bedürfnisse reduziert) versuchen wir tagtäglich unserer Verantwortung gerecht zu werden.
Wir fühlen uns nun verpflichtet, anwaltschaftlich für die Pflegebedürftigen, zu handeln und auf diese Missstände in unserem Sozialstaat hinzuweisen.
Um unsere gemeinsamen Interessen zu vertreten, brauchen wir Ihre Ideen und Ihre Mitarbeit.
Darum bitten wir Sie, sich mit Ihren Kolleg/innen an unserer Aktion zu beteiligen.
Nur gemeinsam und als Betroffene haben wir eine Chance an der Situation der Altenpflege etwas zu ändern!!

Wir müssen unsere Verantwortung wahrnehmen und dafür Sorge tragen, dass die Rahmenbedingungen für unsere Arbeit verbessert werden!!!

Wir sind es leid,
nach Minuten und nicht nach Bedürfnissen zu pflegen!
dass immer Weniger immer mehr leisten müssen!
dass 20% unserer Arbeitsleistung nicht bezahlt wird!
dass Fachkräfte Mangelware sind!
dass die Betreuung altersverwirrter Bewohner in Einrichtungen nicht bezahlt wird!
dass Ausbildungskapazitäten viel zu gering sind!
dass Pflege keine Wertschätzung erfährt!
dass wir in der Öffentlichkeit für die Missstände verantwortlich gemacht werden!


Darum haben wir - eine trägerübergreifende Gruppe in der stationären und ambulanten Altenpflege Tätiger im Bereich Mittelhessen - uns zusammengefunden, um regional und überregional den herrschenden Pflegenotstand in das Bewusstsein der Gesellschaft zu bringen.

Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, damit wir gemeinsam in deutschlandweiten Aktionen unsere Ziele erreichen können!

Kontakt:
Mail: braika@web.de


Post : C. Braika, Johann-Sebastian-Bach-Str. 26, 35510 Butzbach


Unsere Forderungen
Patienten-/bewohnerorientierte Pflege
Berücksichtigung des Betreuungsaufwandes besonders bei demenziell und psychisch Erkrankten und nicht nur der somatischen Bedürfnisse in den Begutachtungsrichtlinien des MDK
Der hohe Zeitaufwand bei aktivierender Pflege sowie bei der Pflegedokumentation muss vergütet werden
Prävention und Rehabilitation müssen von den Krankenkassen gefördert und bezahlt werden
Behandlungspflege und das „zur Verfügung stellen von Hilfsmitteln“ müssen auch im stationären Bereich Leistungen der Krankenkassen bleiben

Professionalisierung
Überarbeitung des Pflegeversicherungsgesetzes, unter Berücksichtigung der bisherigen Erfahrungen und einer bundeseinheitlichen Definition von Pflegequalität
Ein bundesweit einheitlich geregeltes Krankenpflege- und Altenpflegeausbildungsgesetz sowie Werbung für das Berufsbild Pflege
Grundausbildung für Hilfskräfte
Weiterbildungen (z.B. gerontopsychatrische Ausbildung) müssen staatlich gefördert werden

Angemessene Bedingungen
Vergütung (Tariflohn bzw. leistungsgerechte Vergütung) des Pflegepersonals
Rechtlicher Schutz des Pflegenden insbesondere im stationären Bereich
Die Personalsituation muss den gesetzlichen Qualitätsforderungen angepasst werden, d.h. Einführung eines bedarfsgerechten Personalschlüssels und Anhebung der Fachkraftquote
Reduzierung des bürokratischen Aufwandes auf ein vernünftiges notwendiges Maß, damit Pflege wieder im Vordergrund steht
Stärkung einer neutralen Prüfbehörde (z.B. Versorgungsämter), da bei den Pflegekassen ein nicht vertretbares Machtmonopol gebündelt wird
Die Überprüfungen sollten ausschließlich von Pflegeexperten durchgeführt werden


www.vision-altenpflege.de